Ernährungsberatung

Ernährungsberatung

Eine Ernährungsberatung richtet sich an gesunde oder kranke Personen, die ihre Ernährungs- und Trinkgewohnheiten überprüfen und umstellen möchten, um dadurch ernährungsabhängigen Krankheiten vorzubeugen oder Einfluss darauf zu nehmen.

Die Ziele einer Ernährungsberatung sind das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität zu steigern, indem das Essverhalten analysiert und verbessert wird sowie Risikofaktoren minimiert werden. Dazu werden die falschen Ess- und Lebensgewohnheiten schrittweise korrigiert und zwar ohne Diät, Verbote und Verzichte. Vielmehr werden individuelle Ernährungskonzepte erstellt, die auf die persönlichen Lebensumstände eingehen. Zusätzlich werden Motivation und Eigenverantwortung gefördert, passende Verhaltensweisen einstudiert und zusätzlich bei der praktischen Umsetzung im Alltag geholfen

Ernährungsberatung: Inhaltsverzeichnis

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Kosten der Ernährungsberatung

Die Dauer der Beratung und die Anzahl der Termine werden individuell festgelegt, wobei die Kosten für eine Sitzung von Berater zu Berater variieren. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen eine Ernährungsberatung oft, vor allem wenn der Berater zertifiziert ist und sie einen vorbeugenden Charakter hat, wie zum Beispiel die richtige Ernährung im hohen Lebensalter oder zur Vorbeugung von Osteoporose. In welcher Höhe die Kosten erstattet werden ist von der jeweiligen Krankenkasse abhängig. In der Regel werden drei bis fünf Beratungseinheiten, unter bestimmten Umständen auch acht bis zehn, bezuschusst. Vor Beginn der Beratung sollte daher abgeklärt werden, ob die Krankenkasse zahlt und wieviel. Im Allgemeinen erfolgt die Erstattung erst, wenn die Beratung abgeschlossen ist. Von privaten Krankenversicherungen werden die Kosten nur übernommen, wenn dies tariflich vereinbart wurde.

Darauf sollte man achten

Eine gute Ernährungsberatung zielt darauf ab, dem Kunden zu vermitteln, dass eine ausgewogene Ernährung wichtig ist, um die Gesundheit zu erhalten. Vielen Krankheiten, wie beispielsweise Osteoporose, Dickdarmkrebs oder Diabetes mellitus Typ 2 kann durch eine gesunde Ernährung vorgebeugt werden. Zusätzlich kann eine Ernährungsumstellung bei Übergewicht und anderen ernährungsbedingten Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen. Daher sollte eine gute Beratung neben den ernährungsphysiologischen Zusammenhängen auch Wissen über Lebensmittel und deren Zubereitung oder deren Herstellungsprozesse vermitteln. Zudem sollte das allgemeine Essverhalten, die persönliche Lebensführung sowie das Bewegungsverhalten und Körperbewusstsein näher betrachtet werden. Die Beratung kann, je nach persönlicher Neigung in Einzel- oder Gruppengesprächen erfolgen.

Ausbildung der Ernährungsberatungsfachkraft

Qualifizierte Ernährungsberatung sollte auf Basis wissenschaftlich gesicherter Aussagen und Beratungsstandards stattfinden. Letztere werden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und anderer Fachgesellschaften definiert. Da in der Ernährungswissenschaft und in angrenzenden Gebieten ständig neue Erkenntnisse gewonnen werden, sollte die Ernährungsberatungsfachkraft zertifiziert sein und regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen. Unter anderen vergeben die DGE oder der Verband der Oecotrophologen (VDOE) Zertifikate an Diätassistenten, Oecotrophologen und Ernährungswissenschaftler um eine qualifizierte Beratung sicherzustellen. Damit wird eine gewisse fachliche Eignung bestätigt und gleichzeitig gewährleistet, dass sich die Ernährungsfachkraft regelmäßig weiterbildet.

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Weitere Informationen

Übersicht: Ernährung von A bis Z

Quellen/Redaktion

Autor:

Veronika Martin

Medizinisches Review:

Derzeit in Bearbeitung


Quellen:

Eva Lückerath, Sven-David Müller: Praxis der Diätetik und Ernährungsberatung. Hippokrates, 2007