Die Vogelgrippe ist eine Infektionskrankheit, die zumeist Vögel, vor allem Hühner und Puten befällt. Eine Übertragung vom Tier auf den Menschen ist selten, aber bei engem Kontakt zu infizierten Tieren möglich. Seit 2003 breitet sich die Vogelgrippe mit kurzer Unterbrechung unter Geflügel in Asien aus. Im ersten Quartal 2004 und seit Anfang August 2004 traten in Nordthailand und Vietnam Erkrankungen beim Menschen auf. Eine neue Welle breitet sich momentan in der Türkei und in Europa aus. Bedroht sind u.a. Deutschland, Frankreich, Niederlande.
Das Influenza-A-(H5N1)-Virus ist ein Subtyp des Influenza-A-Virus. Es gehört zur Familie der Orthomyxoviren und kommt bei Vögeln - vor allem bei Hühnern und Wasservögeln - vor. Das Virus der Geflügelpest ist ein naher Verwandter der menschlichen Influenza - Viren.
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Wie ist das Virus aufgebaut ? Wie entsteht Vogelgrippe? Wie kommt das Virus zum Menschen? - Mit leicht verständlichen usergesteuerten Animationen erklärt medicalpicture die Zusammenhänge.
Entstehung eines Virushybrids: Aus der Kombination entsteht ein neues Virus. Die Infektion entsteht durch die Einatmung der Viren und durch den Befall der Schleimhautzellen des Atemwegstrakts. Zellbefall: Virusmembranprotein Hämagglutinin dockt an den Rezeptoren der Wirtszelle an, Eiweissspaltende Enzyme der Wirtszelle aktivieren das Hämagglutinin, Virus dringt durch die Zellmembran ins Zellinnere ein. In der Zelle löst sich das Virus auf, das Viren Erbgut wird freigesetzt und dringt in den Zellkern ein, das Viren-Erbgut zwingt den Zellkern nur noch Viren RNA zu produzieren. Antigenic Shift: das reproduzierte Viren-Erbgut verlässt den Zellkern und strebt der Zellmembran zu. Die Genom -Segmente des Menschlichen Grippevirus und des Vogelgrippe-Virus vermischen sich und es entsteht ein reassortantes Virus. Buddding: Freisetzung der neu gebildeten Viren: Virus-Membranproteine, deim im Zytoplasma gebildet wruden, verankern sich an der Aussenseite der Zelle. Das Nukleokapsid dockt an der Innenseite der Zellmembran an, Neues Virus stülpt sich aus, Hülle des Virus stammt von der Wirtszelle, Eiweiss Neuraminidase sorgt für Ablösung des Virus. Immunabwehr: auf der Suche nach Fremdkörpern durchstreifen Makrophagen den Organismus, die erste Makrophage trifft auf das menschliche Influenzavirus, erkennt es asl Fremdkörper und macht es unschädlich, die zweite Makrophage erkennt das neu kombiinierte Virushybird nicht als Fremdkörper und zieht weiter.
08. Oktober 2005: Nach dem Verdacht erster Vogelgrippefälle in Europa haben die rumänischen Behörden am Samstag das gesamte Donaudelta und den Verwaltungskreis Tulcea unter Quarantäne gestellt.
Der aktuelle Seuchenzug der Vogelgrippe in der Geflügelpopulation Asiens hat sich ausgebreitet: Mittlerweile sind Russland, Kasachstan, Nordkorea, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Pakistan, Thailand, Vietnam und die Volksrepublik China (einschliesslich Hong Kong) betroffen. Es besteht die Gefahr, dass sich der Vogelgrippe-Erreger verändert und sich dann auch unter Menschen ausbreitet. Um dem zuvorzukommen, ist eine Eindämmung der Vogelgrippe in Asien von weltweiter Bedeutung. Die FAO koordiniert und unterstützt die Bekämpfung der Vogelgrippe in den betroffenen Ländern und hilft gefährdeten Ländern, sich vor der Seuche zu schützen.
Einschätzung der aktuellen Situation der Vogelgrippe (aviäre Influenza) - Aktualisierung vom 22.02.2006:
Das Friedrich-Loeffler-Institut / Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hat mitgeteilt, dass die Vogelgrippe ("hochpathogenes Influenza A/H5N1) bei weiteren Wildvögeln auf Rügen nachgewiesen worden ist. Die Zahl der positiv getesteten Wildvögel beläuft sich damit auf 103, 101 davon auf der Insel Rügen, zwei auf dem Festland. Am 11./12.02.2006 war H5N1 bei einzelnen Wildvögeln in Italien, Griechenland, Slowenien und Österreich nachgewiesen worden, die ersten Fälle der Tierkrankheit in der Europäischen Union (siehe Welttiergesundheitsorganisation), inzwischen ist der Erreger auch bei einem Wildvogel in Frankreich und nach Medienberichten bei Wildvögeln in Ungarn gefunden worden.
Die Übertragung von Influenzaviren erfolgt vorwiegend aerogen durch Tröpfchen in der Atemluft. Sie erfolgt in der Regel vom Gefügel auf den Menschen. 2004 wurde in Thailand der erste Fall der Übertragung von Mensch zu Mensch geschildert.
Seit Ende 2003 breitet sich erneut eine Vogelgrippe-Epidemie des Subtyps H5N1 in Asien aus, die zu einem Massensterben in Geflügelfarmen führte und China, Indonesien, Japan, Kambodscha, Laos, Südkorea, Thailand, Malaysia und Vietnam erfasste. Maßnahmen zur Eindämmung der Geflügelepidemie, z. B. die Massenschlachtungen von Geflügel, zeigten bisher nur einen begrenzten Erfolg.
Die H5N1 Geflügelepidemie führte von Januar bis März 2004 in Vietnam und Thailand zu einzelnen, bestätigten Erkrankungen beim Menschen. Die Erkrankung verläuft ähnlich wie eine schwere Grippe mit Fieber, Kopf- und Halsschmerzen, Gliederbeschwerden und Lungenentzündung.. Fast alle Infizierten hatten Kontakt zu erkrankten Tieren. Nach kurzer Pause traten seit Anfang August 2004 in einzelnen Provinzen Vietnams - im Mekongdelta im Süden und im Delta des Roten Flusses im Norden - wieder einzelne, bestätigte Erkrankungen an Vogelgrippe Subtyp H5N1 beim Menschen mit Todesfolge auf. Mitte September 2004 kam es in Nordthailand ebenfalls zu Einzelerkrankungen beim Menschen.
Die Gefahr besteht in der Verbindung von Vogelgrippeviren und dem menschlichen Grippevirus. Das H5N1 Virus könnte Gene eines menschlichen Grippevirus übernehmen und so eine Infektion unter Menschen auslösen.
Unter Pandemie versteht man den länderübergreifenden oder sogar weltweiten Ausbruch einer Krankheit, wie der Vogelgrippe. Im Gegensatz zur Epidemie ist eine Pandemie weder zeitlich noch örtlich beschränkt.
Große Pandemien in der Geschichte waren zum Beispiel:
Auffällig sind vor allem die oft nur kurzen Zeiten in denen die Krankheiten grassieren. Dies lässt sich vor allem dadurch erklären, dass es aufgrund des vielfältigen Genpools oft auch immune Individuen gibt, so dass die Ausbreitung des Erregers mit der Zeit eingedämmt wird, da die meisten potentiellen Überträger bereits gestorben sind. In anderen Fällen wird die Ausbreitung einer Krankheit durch langfristige Veränderungen eingedämmt. So wurde die Verbreitung der Pest vor allem durch verbesserte Hygiene eingedämmt, was auch ihre erneute Ausbreitung in den Jahren des ersten Weltkriegs und des zweiten Weltkriegs erklärt.
So kam die Pest im Mittelalter wahrscheinlich an Bord von Handelsschiffen aus Asien nach Europa. Besondere Brisanz könnte hier jedoch z.B. die Vogelgrippe gewinnen, die auch ohne Zutun des Menschen durch Zugvögel verbreitet werden könnte. Jedoch wird auch hier wahrscheinlich der Mensch wieder die Hauptursache der Virusverbreitung sein, z.B. durch Schmuggel von Wildtieren.
Derzeit bereiten sich die Verantwortlichen bei der WHO und auf nationaler bzw. internationaler Ebene vornehmlich auf eine durch ein neues Influenzavirus verursachte mögliche Pandemie vor. Das starke Auftreten des H5N1-Grippe-Erregers in Geflügel in Südostasien beschwört tagtäglich die Gefahr herauf, dass sich dieser mit einem menschlichen Grippeerreger rekombinieren könnte. Sollte diese neue Kombination die Ansteckungsfähigkeit des Influenzavirus mit der Letalität des Vogelgrippevirus kombinieren, besteht die Möglichkeit, dass es zu einer Pandemie kommt, die selbst die spanische Grippe übertrifft.
::01.02.2010
Die neue Website von medicalpicture steht in den Startlöchern. In Kürze präsentiert sich unsere Website deutlich übersichtlicher und mit neuen Funktionen. Seien Sie gespannt!
::21.04.2009
Herzrasen, Liebeskummer, EKG, Blutkreislauf? Das Thema Herz ist nahezu unerschöpflich. medicalpicture beleuchtet einige Aspekte in dieser Auswahl. Schauen Sie rein!
::20.03.2009
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